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Népismereti tábor
So war das DNG-Volkskundecamp 2019
Freitag, den 14. Juni 2019 um 16:02 Uhr

Am 3. Juni startete unser diesjähriges Volkskundecamp. Diesmal ging es nach Nadwar und Hajosch. Ein Schülerbericht gibt uns Einblick in die Erlebnisse...

Trachten? Lewesch? Bauernhaus? Diese Begriffe sagen den heutigen Menschen nichts, trotzdem sind sie ein Teil der ungarndeutschen Geschichte. Wir hatten die Möglichkeit, in den Alltag einer ungardeutschen Gemeinde und in ihre Kultur hineinzuschnuppern. An dem ersten Tag fuhr die Gruppe und zwei Lehrer, Antalné Tóth Tünde und Bodonyi Attila als Begleiter nach Nadwar, wo wir in einer Pension, die damals ein Bauernhaus war, untergebracht wurden. Nach der Ankunft bereiteten wir uns auf die Projektarbeit vor. An der ersten Station unseres Programms erzählte uns Zsanett Melcher, die früher am DNG ihr Praktikum machte, viel über die örtlichen Trachten. Z.B. erzählte sie über Lewesch, das ein Oberhemd ist. Am nächsten Tag traf sich unsere Gruppe mit einem Lokalpatrioten, Josef Eschberger in seinem Weinkeller und wir bekamen Informationen über die Schwierigkeiten bei der Einwanderung, die Jagd und über alles, was ihm einfiel. Jede hielt seine Geschichten für nützlich, und konnte davon was profitieren. Am Nachmittag verbrachten wir die Zeit mit Kipfelbacken, wobei uns eine schwäbische Frau half. An dem dritten Tag bereiteten sich die Schüler auf ihre Präsentatitonen aus den bisher gesammelten Infos vor. Gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Schloss von Hajosch. Dort faszinierten die DNG-Schüler die Gemälde. An den kommenden Tagen besichtigten wir Heimatmuseen, die Ulmer Schachtel in Baja und sammelten viele schöne Erlebnisse. Alles in allem konnten wir unsere Mundartkenntnisse erweitern, da die Gruppe sich auch mit den Einwohnern unterhielt. Ein großer Dank geht an die Begleiter und nicht zuletzt an die Organisatorin, Szép Tímea, die unsere Woche mit vielfältigen Programmen füllte. 

Hanna Robitschek, Peter Payer (9.A)
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Das Volkskundecamp wurde mit der Unterstützung des - im Auftrag des Ministeriums für Humanressourcen (EMMI) vom Verwalter der Unterstützungen für Humanressourcen (EMET) ausgeschriebenen - NEMZ-TAB-19 Ausschreibens verwirklicht. Wir danken für Ihre Unterstützung!

 
 
 
Volkskundecamp 2018 in Waschludt
Dienstag, den 22. Mai 2018 um 13:27 Uhr
Am 3. Mai nahm in diesem Schuljahr der Volkskundecamp des DNG seinen Anfang. Dieses Jahr war unser Reiseziel Waschludt im Komitat Wesprim. Über die diesjährigen Abenteuer berichtet Eszter Komlódi (11.BD):
 
Am Anfang Mai fand unser Volkskundelager in Waschludt statt. Voll mit Lebenslust machten wir uns am Morgen auf den Weg, aber der Bus hat uns nicht direkt in die kleine ungarndeutsche Siedlung gebracht. Unsere erste Haltestelle war in Wesprim, wo wir die Burg und die wunderschöne Aussicht auf die Stadt bewundert haben. Nach diesem kleinen Spaziergang haben wir alle zwei Kugeln Eis verdient.
Unsere Fahrt setzte sich in Herrendorf fort, wo wir in dem Minimanufaktur die Anfertigung des Porzellans kennenlernen konnten. Auch im Museum konnten wir die schönen Porzellanvasen, -esszeuge und -figuren bewundern. Manchen Schülern hat das Puzzlespiel am besten gefallen, das aber nicht beendet werden konnte, weil wir zu unserer Unterkunft im Iglauer Park weiterfahren mussten.
Wir haben dort die bequemsten Häuser bekommen, wir konnten die frische Luft genießen und zusammen Karte spielen und die Gastgeber haben auch ermöglicht, ein Lagerfeuer zu zünden. Am nächsten Vormittag hat uns ein berühmter Keramiker besucht, um uns in die Geheimnisse dieser Kunst einzuführen. Wir konnten entweder ein Tellerchen für Schmuck oder einen Aschenbecher anfertigen, und einige haben auch ihre Kreativität freigelassen und kleine Figuren, z. B. Tiere geformt.
Um das Alltagsleben der Schwaben kennenzulernen haben wir auch das Heimatsmuseum von Waschludt besucht, wo Rózsi néni uns viel Interessantes erzählt und alle Gegenstände im Heimatsmuseum gezeigt hat. Am Ende haben wir uns bei ihr für ihre Liebenswürdigkeit mit einem ungarndeutschen Lied bedankt.
Kaum haben wir den Museumbesuch beendet, da hat schon Tóni bácsi auf uns gewartet, mit ihm haben wir einen kleinen Spaziergang in Waschludt gemacht. Er hat viel über das Leben der Kartäuser erzählt, die ein Kloster in dem Dorf hatten und mit seinen Geschichten konnten wir uns das damalige Leben des Ungarndeutschtums auch besser vorstellen. Etwas erschöpft vom langen Spazieren sind wir zum Abendessen angekommen.
Von den vielfältigen Programmen hat uns vielleicht die Glasschleiferei am besten gefallen. Dort hat der Glasschleifer alles über Glas und diesen Beruf erzählt, was sehr interessant war. Danach konnten wir auch das Glasschleifen ausprobieren und eine Glasplatte mit schönen Motiven verzieren. Inzwischen haben wir auch mit den Tieren, dem Hund, den Pferden und den Schafen des Ehepaars Freundschaft geschlossen.
Diese fünf Tage waren voll mit Erlebnissen, wir haben neue Kenntnisse und Erfahrungen gesammelt. Die Abende sind mit Lachen, Plaudern und Singen um das Lagerfeuer vergangen, so haben wir auch einander besser kennengelernt. Vielen Dank an unsere Lehrer, an Frau Bozzai und Frau Györfi, die als Organisatoren uns das ermöglicht haben.
 
 
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Der Volkskundecamp wurde mit der Unterstützung des - im Auftrag des Ministeriums für Humanressourcen (EMMI) vom Verwalter der Unterstützungen für Humanressourcen (EMET) ausgeschriebenen - NEMZ-TAB-18 Ausschreibens verwirklicht. Wir danken für Ihre Unterstützung!

 
 
 
Volkskundecamp 2017 in der Branau: „Das Leben auf einem Bauernhof…”
Dienstag, den 09. Mai 2017 um 06:58 Uhr

Das Deutsche Nationalitätengymnasium hat im Jahre 2014 eine neue Tradition ins Leben gerufen, damit die Schüler den Volkskundestoff nicht nur in den Schulbänken, sondern auch hautnah erleben können. Das erste Camp wurde in Litowr in der Branau organisiert, danach kam Hartian (Komitat Pesth), Hartau (Komitat Batsch- Kleinkumanien) an die Reihe, zum vierten Mal kehrte das Camp in seinen Ursprungsort, in die Schwäbische Türkei zurück.

Besonderer Dank geht an unseren DNG-Alumni, Martin Surman-Majeczki, der - obwohl er schon seit einem Jahr an der Universität studiert - große Hilfe bei der Organisation des Camps geleistet hat. Ihm ist auch dieser Bericht zu verdanken.

Zum Gastgeberort wurde Sawer (Székelyszabar) ausgewählt, wo wir auf dem „Ökogehöft” der Familie Reisz empfangen wurden. Aus diesem Grund war unser Motto „Das Leben auf einem Bauernhof…” auch kein Zufall. Wir wollten in diesen 3 Tagen die bäuerliche, selbstversorgende Lebensweise der Ungarndeutschen unter die Lupe nehmen, wofür dieser Bauernhof besonders geeignet war. Wir haben im „Heuhotel” geschlafen, und auf der Speisekarte standen nur natürliche, selbstgemachte Produkte. Das Programm wurde auch in diesem Sinne zusammengestellt: wir haben das Buttern, das Brotbacken und das Ziegenmelken kennengelernt.

Am ersten Abend konnten die Schüler ihre Volkskundekenntnisse in der Show von mir: „Wer wird schwäbischer Millionär?” auf die Probe stellen. Am Schlussabend haben sie durch unsere Gastgeberin: Frau Jutta „Hexe”: die Stimmung der Walpurgisnächte selber erlebt. Die Geschicktesten wurden sogar zu Hexen geweiht!

Die andere wichtige Zielsetzung von uns war, die Schwäbische Türkei näher zu entdecken, was auch gelungen ist. Jeden Tag haben sie eine andere Branauer Gemeinde besichtigt, um auf unterschiedliche Art und Weise die dort lebenden Ungarndeutschen kennenzulernen. Unser erster Weg führte uns nach Boschok, wo wir durch Frau Ritzl begleitet wurden. Wir haben eine echte Fassbinderei und das örtliche Heimatmuseum besucht. Am nächsten Tag konnten wir dank Frau Berek und Frau Kohl den nagelneuen ungarndeutschen Lehrpfad in Schomberg selbst erfahren. Glücklicherweise haben wir uns im Deutschen Haus auch das kürzlich heimgekehrte Wanderbündel getroffen, und seinen Inhalt untersucht. Zum Abschluss haben wir noch einen einzigartigen Schatz des Landes: Feked durch eine Dorfrallye bewandert. Die alten schön verzierten Langhäuser haben uns einfach verzaubert.

Vielen Dank an Frau Bozzai und an Frau Győrfi, ohne sie das bereits vierte Volkskundecamp des DNGs nicht zustande gekommen wäre! Für mich war es eine Ehre, als Begleiter und Organisator dabei sein zu dürfen!

2018 werden wir eine noch unbekannte Region: entweder das Plattensee-Oberland, oder Westungarn entdecken!

Martin Surman-Majeczki, DNG Alumni

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Der Volkskundecamp wurde mit der Unterstützung des - im Auftrag des Ministeriums für Humanressourcen (EMMI) vom Verwalter der Unterstützungen für Humanressourcen (EMET) ausgeschriebenen - NEMZ-TAB-17 Ausschreibens verwirklicht. Wir danken für Ihre Unterstützung!

 
 
 
II. Volkskundecamp des DNG: Hartau
Donnerstag, den 21. April 2016 um 09:32 Uhr

Es ist schon eine Tradition an unserem Gymnasium geworden, das unsere Schüler nicht nur in den Schulbänken dem Volkskundestoff begegnen, sondern für einige Tage eine ungarndeutsche Siedlung besuchen, um die Volkskunde der Ungarndeutschen hautnah erleben zu können. Nach Litowr und Hartian, kam dieses Jahr am 11-12. April Hartau an die Reihe.

Über die abwechslungsreichen Programme haben sogar zwei Schüler einen Bericht geschrieben:

Bericht von Martin Surman-Majeczki (13.B)

Bericht von Brigitta Stef  (10.AC)

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„Tradition in moderner Umgebung” – II. Volkskundecamp des DNGs in Hartian
Sonntag, den 26. April 2015 um 07:14 Uhr

Zwischen dem 20-22. April 2015 wurde unser II. Volkskundecamp in Hartian durchgeführt. "Es würde auf einer 10-er Skala 11 Punkte verdienen" - sagten die Teilnehmer nach ihrer Rückkehr. Die Details erfahren wir aus dem Bericht unseres Schülers Martin Surman-Majeczki, der als "Vizevorsitzender des Freundeskreises Schwäbischer Jugendlicher Hartian" einer der Hauptorganisatoren des Camps war und auch ein großes Dankeschön für sein Engagement verdient...

Die Initiative eines Volkskundecamps stammt von Erika Guoth-Fridrich von der Lehrerin des Deutschen Nationalitätengymnasiums. Sie hat letztes Jahr die neue Idee mit dem Ziel verwirklicht, den Lehrstoff des Volkskundeunterrichts zu den Schülern näher bringen zu können. Wenn die Schüler die Bräuche hautnah in einer echten ungarndeutschen Siedlung erleben und nicht nur in den Schulbänken erlernen, kann ihre Identität und die Liebe an Traditionen am besten gestärkt werden.
Das ist ein „Wandercamp”. Das bedeutet, dass wir jedes Jahr eine andere von den Ungarndeutschen bewohnten Region kennen lernen. Letztes Jaht haben wir das Projekt in der Branau in Litowr/ Liptód angefangen und nach dem riesigen Erfolg es war keine Frage mehr die Reihe fortzusetzen. So haben wir zum Schauplatz die ungarndeutsche „Insel” im Komitat Pest: Hartian/Újhartyán gewählt. Den Namen von Hartian haben die Schüler natürlich gekannt, weil viele ehemalige und jetzige Schüler im Gymnasium aus Hartian stammen, aber für Viele von Ihnen war das Camp der erste Besuch.
Man konnte sich über einen richtigen Zusammenschluss freuen. Die Bewohner der Kleinstadt haben sich für das Wohlergehen der Schüler hochaktiv eingesetzt. Ein ganzes Team versorgte die Schüler. Dank der Frauen des Seniorenklubs unter der Leitung von Márton Antalné standen typische Hartian Spezialitäten: wir die Bohnensuppe und Bohnennudel oder das ehem. Hochzeitsmenü: Hühnersuppe und Tomatensoße. Mária Jeszenszky hat jeden Morgen das echte Bauernfrühstück vorbereitet. Am ersten Abend haben wir mithilfe von Hornyákné Zajácz Éva und des Liederkreises „Innenstädter Eulen” auf dem Gehöft von Benő Fajth das Essen im Ofen zubereitet.
Nicht nur die Spezialitäten, sondern auch die Programme waren völlig originell:
Am Montag Nachmittag haben die Schüler durch eine „Stadtrally” die Geschichte, Sehenswürdigkeiten (Heimatmuseum, Kirche, Einsiedlungsdenkmal, Schule) Traditionen der ungarndeutsche Siedlung kennengelernt. Sie sollten sich alleine orientieren, bei dem Beantworten der Fragen natürlich sehr schlau und kreativ sein, und die Einheimischen oft fragen. Sie haben auch Interviews in den Themen: Blasmusik, Faschingszeit und alte Hochzeit gemacht. Danach haben sie in der Keramikwerkstatt von Edit Surman ihr künstlerisches Talent gezeigt. Schließlich haben wir auf dem Gehöft an dem Lagerfeuer gemeinsam gesungen und getanzt.
Am Dienstag Vormittag sind wir mit Pferdewagen in den Mittelpunkt des Landes einen Ausflug gemacht. Wr haben bei der Maria Kapelle und bei einem alten schwäbischen Gehöft Pause gehalten. Nach dem wohltuenden Mittagessen liefen drei tolle Programme in der gleichen Zeit. Die Mädchen konnte das Backen von „Zimmetkrofni” mithilfe von Hornyákné Fajth Teréz erlernen und „Kukuruzpuppen und –blumen” anfertigen. Währenddessen haben die Jungs in der Werkstatt von András Streifer ein lebensechtes Modell der Ulmer Schachtel gebastelt. Am Abend haben uns viele Lehrer aus dem Gymnasium besucht. Wir haben den diesjährigen Film der Schule präsentiert, der auf dem Filmfest Abgedreht! den ersten Preis erworben hat. Nach dem „Sautanzabendessen” haben wir die neuerlernten Kenntnisse der Schüler mit der Show „Legyen Ön Is Svábbogárka!” getestet. Vielleicht war der Abschlussabend der Höhepunkt des Camps: die Kapelle „Sváb Parti” aus Hartian war für die Musik und die gute Laune während des „Minischwabenballes” verantwortlich.
Die Schüler sind mit unvergesslichen Erlebnissen nach Hause gegangen und - wenn ich es gut gehört habe - sie haben bei der Bewertung des Camps 11 aus 10 Punkten gegeben. Wir möchten uns bei den Unterstützern, bei den Hartianer Organisatoren, Helfern und bei den Lehrerinnen: Erika Guoth-Fridrich, Zsuzsanna Győrfi und Zsusanna Bozzai bedanken.
Nächstes Jahr treffen wir uns hoffentlich wieder - entweder in Pußtawam oder in Hartau!
 
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