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Startseite / Nachrichten / Schuld und Sühne - Theaterbesuch der Wohnheimschüler:innen

Schuld und Sühne - Theaterbesuch der Wohnheimschüler:innen

Mittwoch, den 12. Februar 2025 um 13:03 Uhr

Seit Jahren nehmen wir, Schülerinnen und Schüler des Schülerweohnheims regelmäßig an Theateraufführungen teil, um unsere kulturellen Erfahrungen zu bereichern und unser Wissen über die Künste zu vertiefen.
Am 30. Januar 2025 hatten wir die Gelegenheit, das Stück „Verbrechen und Strafe“ im Latinovits-Theater in Budaörs zu sehen, was eine spannende und nachdenklich stimmende Erfahrung war. Die Aufführung gab uns nicht nur einen Einblick in die Welt der klassischen russischen Literatur, sondern beschäftigte sich auch mit tiefgreifenden philosophischen Fragen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Raskolnikow, der einen Mord begeht, um der Armut zu entkommen, doch sein Gewissen quält ihn weiterhin.
Die Regie hatte eine sehr starke Wirkung, und die Schauspieler brachten die inneren Kämpfe der Figuren perfekt zum Ausdruck. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Stück nicht nur Fragen der Sünde und der Strafe, sondern auch die Möglichkeit der Erlösung thematisiert.
Wir hatten das Gefühl, eine ganz besondere Erfahrung gemacht zu haben, denn die Aufführung fand nicht in einem traditionellen Theater statt, nicht auf der Bühne, sondern in einem einfacheren, fast gemütlichen Raum. Die Schauspieler führten das Stück nur wenige Meter von uns entfernt auf, was zu einem sehr direkten und intimen Erlebnis führte. Bei einigen Gelegenheiten saßen die Schauspieler sogar zwischen uns, so dass wir fast Teil der Geschichte wurden. Diese Art der Aufführung verstärkte die emotionale Wirkung des Stücks. So konnten wir die Geschichte noch intensiver erleben, und der Zauber des Theaters wurde für uns wirklich persönlich und unmittelbar.
Das Stück, das auf dem Roman Verbrechen und Strafe basiert, hat eine wichtige und wertvolle Botschaft, die für uns junge Menschen sehr lehrreich sein kann. In der Geschichte werden grundlegende Themen wie Gewissen, Sünde und Strafe, Erlösung und persönliche Verantwortung behandelt. Der Charakter und die inneren Kämpfe von Raskolnikow können jungen Menschen helfen, besser zu verstehen, wie sich ihre Entscheidungen auf ihr Leben auswirken und welche Folgen schlechte Entscheidungen haben. Das Stück zeigt auch, dass wahre Bestrafung nicht nur ein äußerer, sondern auch ein innerer Kampf sein kann. Der tiefe emotionale und philosophische Inhalt kann uns helfen, unsere eigene Identität zu finden und die richtigen Entscheidungen zu treffen.
 
 Nach der Theatervorstellung gingen einige von uns in Begleitung von Lehrer Desics zum Abendessen, während diejenigen, die müde waren, von Lehrer Galambos nach Hause in ihre zweite Wohnung gebracht wurden. Während des Essens sprachen wir ausführlich über die Aufführung und tauschten unsere Erfahrungen aus. Gegen 22.30 Uhr kamen wir wieder im Wohnheim an, wo wir müde, aber voller Erlebnisse ins Bett gingen.
Am darauffolgenden Montagabend setzten wir unsere Arbeit zum Thema im Wohnheim fort. Luca Debreceni, der Theaterpädagoge, hat uns eine unglaublich spannende Stunde gegeben. Sie nutzte verschiedene Fragen und Spiele, um herauszufinden, was wir über das Stück und die Figuren dachten. Es wurden viele Meinungen geäußert, viele davon mit unterschiedlichen Standpunkten, was die Komplexität des Themas und die Vielfalt der Aufführung zeigt. Es hat allen Spaß gemacht, zusammenzuarbeiten, und wir waren froh, unsere Gedanken auszutauschen.
Alles in allem war es eine sehr hochwertige Vorlesung und Sitzung, deren Erfahrung uns für immer in Erinnerung bleiben wird.
Edina Huszák (11.B), Barnabás Wisinger (10.B)
 
 

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