Gedenkkonferenz „Nie wieder“
2026. január 29. csütörtök 09:23
Zum 80. Jubiläum der Vertreibung der Ungarndeutschen hatten wir die Möglichkeit, an der Gedenkkonferenz „Nie wieder!” teilzunehmen. Die von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen organisierte Konferenz fand am 19. Januar 2026 in der Ungarischen Akademie der Wissenschaften statt. Wir hatten dort auch die Gelegenheit, den Präsidenten der Akademie, Freund Tamás, live zu hören. Außerdem hörten wir die Grußworte von Ibolya Hock-Engelender, Miklós Soltész und Joschi Ament, dem Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn. Die Konferenz begann um 10 Uhr, und insgesamt zwölf Vorträge wurden überwiegend auf Deutsch gehalten. In den Pausen wurden die Gäste mit Essen und Getränken gut versorgt und zur Unterhaltung gab es fantastische musikalische Auftritte. Die meisten Vortragenden hielten eine Präsentation in Bezug auf die Vertreibung der Ungarndeutschen aus Ungarn aber auch andere Themen wurden vorgetragen.
Im ersten Teil des Programms wurden wir über drei verschiedene Themen informiert. Besonders aufmerksam verfolgten wir die Präsentation von László Orosz, weil wir in der Schule nur wenig über das Thema „Flucht und Evakuierung 1944: Die Phase vor der ‚kollektiven Bestrafung‘“ erfahren haben.
Nach der kurzen Kaffeepause folgten vier Vorträge. Besonders interessant fanden wir die Vorträge, in denen die Vertreibungsgeschichte der einzelnen Siedlungen erzählt wurde.
In der Mittagspause konnten wir nicht nur ein leckeres Mittagessen genießen, sondern auch die Ausstellung in der Akademie besichtigen, in der wir originale ungarische Reliquien, wie zum Beispiel das Notizheft von János Arany, betrachten konnten.
In der letzten Etappe konnten wir leider nicht alle Vorträge hören, da es an Zeit mangelte. Aber auch aus diesen Präsentationen konnten wir viele neue Informationen über den Neuanfang der Vertriebenen in Deutschland gewinnen.
Am Rande der Inhalte der Konferenz haben wir viel darüber gelernt, wie eine gute Präsentationstechnik das Publikum ergreifen kann.
Eszter Kaltenecker, Anna Menyes 11.A
SCHÜLERREFLEXIONEN:
Wir hatten die Möglichkeit, an der Gedenkkonferenz zum 80. Jahrestag der Vertreibung unter dem Leitgedanken „Nie wieder“ teilzunehmen. Dank dieser Konferenz konnten wir einen tieferen Einblick in das Schicksal der Ungarndeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg gewinnen. Ein wichtiger Punkt der Konferenz war die Kollektivschuld. Uns wurde erklärt, wie die damalige Politik eine ganze Volksgruppe allein aufgrund ihrer Muttersprache für die Verbrechen des Krieges verantwortlich machte. Besonders überrascht hat mich das Beispiel des jahrzehntelangen Schweigens: In vielen Familien wurde über die Vertreibung und die Zeit im Arbeitslager (Malenkij Robot) aus Angst nie gesprochen.
Dass dieses Thema in unseren Geschichtsbüchern oft nur am Rande vorkommt, macht deutlich, wie wichtig solche Gedenkveranstaltungen für die historische Wahrheit sind.
Csongor Oláh 11.B
Die Konferenz „Nie Wieder” haben wir besucht und wir konnten einen tieferen Einblick in die Geschichte des Ungarndeutschtums gewinnen. Auf solche Fragen haben wir Antworten bekommen, wie: „Warum wurden gerade die Ungarndeutschen vertrieben?“, „Wie hatten sie ihr Leben neu angefangen?“ und „Wie ist die Lage des heutigen Ungarndeutschtums?“. Was mir schon am Anfang sehr auffiel, war, wie wenig eigentlich über dieses Thema in den Geschichtsbüchern gesprochen wurde/wird. Das Wissen, das wir an dem Tag bekommen haben, ist anderswo kaum bzw. gar nicht zu kriegen.
Levente Haratik 11.B
Am 20. Januar fand in der Ungarischen Akademie der Wissenschaften die Gedenkkonferenz „Nie wieder“ der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen statt. Die Veranstaltung widmete sich der Erinnerung an die vor 80 Jahren begonnene Vertreibung der deutschstämmigen Bevölkerung aus Ungarn sowie den historischen und gesellschaftlichen Folgen der Kollektivschuldthese.
Im Rahmen des Programms hielten verschiedene Forscherinnen, Forscher und Fachleute aufschlussreiche Vorträge, die sowohl wissenschaftliche Forschungsergebnisse als auch persönliche und kollektive Erfahrungen thematisierten. Die Konferenz hat mich persönlich sehr berührt. Besonders bewegend und herzzerreißend war es, die unterschiedlichen Lebensgeschichten zu hören– vor allem die handgeschriebenen Briefe der Vertriebenen, die auf eindrucksvolle Weise von Verlust, Leid und menschlicher Würde zeugten.
Darüber hinaus bot die Veranstaltung eine hervorragende Gelegenheit, Ungarndeutsche aus verschiedenen Ortschaften kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und wertvolle Informationen zu sammeln, die auch in unsere Studien und weitere Forschungen eingebunden werden können. Die Konferenz schuf somit nicht nur Raum für Erinnerung und Reflexion, sondern förderte auch den persönlichen und fachlichen Dialog und unterstrich die Bedeutung der historischen Aufarbeitung für die Gegenwart und die Zukunft.
Tamás Gyöngyösi 11.B
Die Gedenkkonferenz „Nie wieder!“ war für mich eine sehr beeindruckende und lehrreiche Veranstaltung. Sie beschäftigte sich mit einem schwierigen, aber wichtigen Teil der Geschichte, besonders mit Vertreibung, Verschleppung und dem Schicksal der Ungarndeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg.
Mich hat besonders beeindruckt, dass viele unterschiedliche Sichtweisen vorgestellt wurden. Die Vortragenden erzählten von historischen Ereignissen, Lebensgeschichten und den Folgen von Vertreibung, und Verschleppung. Dadurch wurde klar, dass Geschichte nicht nur aus Daten und Fakten besteht, sondern vor allem aus menschlichen Erfahrungen und Leid.
Die Konferenz hat mir geholfen zu verstehen, warum Erinnern so wichtig ist. Der Titel „Nie wieder!“ zeigt, dass wir aus der Vergangenheit lernen müssen, um Hass, Diskriminierung, und Ungerechtigkeit in der Zukunft zu vermeiden. Ich habe erkannt, dass jede Generation Verantwortung hat, Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.
Außerdem fand ich es gut, dass nicht nur über die Vergangenheit gesprochen wurde, sondern auch über aktuelle Themen wie Identität, Verantwortung und Zusammenleben.
Insgesamt war die Gedenkkonferenz für mich eine emotionale, informative und wichtige Erfahrung. Sie hat mein Wissen erweitert und mich dazu angeregt, bewusster über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachzudenken.
Ádám Péhl 11.B
Képgaléria

A képre kattintva további fotók tekinthetők meg...




